276
Rainer Maria Rilke
6 eigh. Briefe an Max Frischauer - 2 Beigaben, 1922-1926.
Estimate: € 10,000 / $ 11,500
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Rainer Maria Rilke
6 eigh. Briefe an Max Frischauer - 2 Beigaben, 1922-1926.
Estimate: € 10,000 / $ 11,500
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Rainer Maria Rilke
Dichter, 1875-1926. 6 eigenhändige Briefe mit Unterschrift. Chateau de Muzot sur Sierre (Wallis), 14. Dez. 1921 bis. Nov. 1922 und 3. Juli 1926. - Beiliegend 5 eigh. Umschläge.

Teils umfangreiche geschäftliche Briefe hauptsächlich aus dem Zeitraum 1921-1922 an seinen Anwalt Max Frischauer in Wien, die Auflösung einer Wiener Wohnung betreffend.

Im Juli 1921 war Rilke in das Château Muzot im Wallis übergesiedelt, das der Winterthurer Industrielle und Mäzen Werner Reinhart (1884-1951) angemietet und dem Dichter zur Verfügung gestellt hatte. Der mittelalterliche Wohnturm des Schlosses blieb der Wohnsitz Rilkes bis zu seinem Tod am 29. Dezember 1926; in der Abgeschiedenheit fand er neue Schaffenskraft und konnte u. a. die langjährige Arbeit an den Duineser Elegien abschließen.
Im November 1921 war Rilkes Cousin Robert Rilke, Sohn von Jaroslav Rilke, in Wien verstorben, Da er keine Nachkommen hatte, trat die gesetzliche Erbfolge ein, und Rilke wurde Teil der Erbengemeinschaft. Da er sich zu dem Zeitpunkt, als die Räumung der Mietwohnung seines Cousins in der Wiedner Hauptstraße in der Wiener Innenstadt anstand, schon in der Schweiz niedergelassen und daher kein Interesse an der Übernahme des Mietverhältnisses oder des Inventars der Wohnung hatte, beauftragte Rilke seinen Anwalt Max Frischauer, sich um die Liquidation oder Auslagerung der Einrichtungsgegenstände (Möbel, Teppiche, Bücher, "Silberservice", Kunstwerke u. a.) zu kümmern, und außerdem vermittelnd bei Ansprüchen anderer zu wirken.
Ferner korrespondiert Rilke mit Frischauer über die Verwaltung von in anderen Depots befindlichen Kunstwerken und kleinen Einrichtungsgegenständen (Albertina, Akademische Galerie, Wohnung seiner Tante in der Rossauer Lände) hauptsächlich noch aus seiner kurzen Militärzeit in Wien Januar bis Juli 1916.
Im letzten Brief (aus seinem Todesjahr) entschuldigt sich Rilke für sein Schweigen, da er aufgrund von gesundheitlichen Problemen nach längerer Abwesenheit erst gerade wieder ins Schloß Muzot zurückgekehrt ist, und bittet Frischauer um Auskunft über seine derzeitigen Vermögensverhältnisse.

- PROVENIENZ: Aus einer bedeutenden französischen Privatsammlung.

2 Beigaben (2 masch. Briefe 1927 an Frischauer von der Oesterreichischen Credit-Anstalt , Wien, und vom Fischer-Verlag, Berlin, Rilkes Nachlaß betreffend).

6 letters to his lawyer Max Frischauer in Vienna, mainly concerning the liquidation of a Viennese apartment. Rilke had inherited the lease and some of the furnishings of his late cousin's apartment in Vienna. Having just moved into Muzot castle in Valais, Rilke is mainly interested in the liquidation of the furniture, carpets, books, works of art and other furnishings, and commissions Frischauer to sell them or dispose of them by other means. 6 autographs letters signed. Altogether 25 1/2 pp. (mainly on double leaves). - 2 additions. Significant French private collection.





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